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Satzrechner
Güttinger GSA 681 D
GSA 681 D · GSA 681Stammdaten
- Hersteller
- Güttinger AG für elektronische Rechengeräte, CH-9052 Niederteufen
- Herkunft
- CH
- Baureihe
- GSA
Ein Gerät der Güttinger GSA-Reihe, das in KEINER der drei Güttinger-Drucksachen im Haus vorkommt — weder im Werbeblatt zum GSA 702, noch in der Broschüre «GSA 702 — ein Weg in die Zukunft», noch in der älteren Systembroschüre «GSA — Güttinger Satz Automation», die die ganze Stationenkette vorstellt. Belegt ist das Modell allein durch das Typenschild eines erhaltenen Exemplars im Museum Enter, Derendingen: «GÜTTINGER · NIEDERTEUFEN/AR · Schweiz · Typ GSA 681 D · Nr. 2434 · 220 V · 50 Hz · Made in Switzerland».
Was das Gerät tut, ist offen. Im selben Raum stehen eine Güttinger Korrekturstation, ein Monotron und ein Schrank voller Güttinger-Steckkarten; auf einem blauen Klappdeckel daneben sind zwei Schilder eingraviert, «MONOPHOTO 400 — Univers 689/693» und «UNIVERS NORM./KURS./HALBF.». Auf welchem dieser Schränke das Typenschild sitzt, lässt sich aus den vorliegenden Aufnahmen nicht entscheiden.
⚑ Eine Vermutung, ausdrücklich als solche: die deutschsprachige Wikipedia («Güttinger elektronische Rechengeräte», abgerufen 05.09.2026) unterscheidet eine erste GSA-Generation für Bleisatzmaschinen bis 1968 von der «Serie GSA-700» der 1970er-Jahre für den Fotosatz. Läge dieser Schnitt auch in der Nummerierung, gehörte eine 6xx-Nummer in die ältere Generation. Das ist aus der Nummernlage geschlossen, nicht belegt, und Wikipedia ist keine Hausquelle.
⚑ NACHGETRAGEN am 05.09.2026, nach einem Vergleich der Aufnahmen aus dem Museum Enter mit Abbildung 2 in Friedrich Balzers Sonderdruck «Die Zeilensatz-Ausschliessstation des GSA-Systems» (Deutscher Drucker 11/1968), die die Bedienungstafel jener Station zeigt.
ZUM SCHILD: es gehört zu dem Schrank mit der Bedienungstafel. Auf der Aufnahme IMG_8938 (15:25:54 Uhr) sitzt am blauen Rahmen unter der Tafel ein Güttinger-Typenschild; die Nahaufnahme IMG_8939, acht Sekunden später, zeigt ein Schild derselben Bauart auf derselben blauen Fläche, mit denselben runden Steckbuchsen darüber, und liest «Typ GSA 681 D · Nr. 2434». Damit ist die frühere Unklarheit, auf welchem Schrank das Schild sitzt, aufgelöst.
ZUR TAFEL: sie ist eine Rechenstationstafel des GSA-Systems. Sie teilt mit Balzers Abbildung den Schriftzug «GSA» an derselben Stelle, die Reihe von fünf roten Warntasten oben, die runden Sicherungen am linken Rand, vier Gruppen von Daumenrädern in Reihen und den Block aus grünen, roten und weissen Tasten rechts. Nachweisbar identisch ist die Symbolzeile «⊘A · 1 2 3» unter der rechten Radgruppe. Die Bauart dieses Datensatzes ist darum von leer auf «Satzrechner» gesetzt worden.
⚑ WELCHE Station es ist, bleibt offen. Die Tafel im Enter ist NICHT dieselbe wie bei Balzer: dort sechs Sicherungen und zwei sechsstellige Zeilenzähler, hier drei Sicherungen und ein einzelnes Zählwerk; dort fünf Räder in der rechten Gruppe mit knapper Legende, hier sieben mit «5 · 5+2 · 6 · 6+2 · 9 · 18 · N». Das spricht für dieselbe Bauart in einer späteren Ausbaustufe — wofür auch das «D» im Typ stünde —, beweist die Funktion aber nicht: die GSA-Stationen teilten sich Schrank und Tafel. Das Wort «PRIORITÄT», das die Zeilenausschliessstation eindeutig machen würde, ist auf der schrägen Aufnahme nicht lesbar; ich habe es nicht gelesen.
⚑ Der Raum spricht eher für den MONAPTER: nebenan stehen ein Monotron und ein blauer Klappdeckel mit den eingravierten Schildern «MONOPHOTO 400 — Univers 689/693» und «UNIVERS NORM./KURS./HALBF.». Monapter und Monotron bilden zusammen die Ausschliessstation für Einzelbuchstabensatz; eine Zeilenausschliessstation bräuchte eine Zeilengiessmaschine. Auch das bleibt Vermutung. Ein einziges Foto, das Typenschild und Bedienungstafel in einem Bild zeigt, samt lesbarer Legendenzeile, würde die Frage schliessen.
⚑ ANFRAGE LÄUFT: Percy Penzel fragt seit dem 05.09.2026 einen Kollegen, welche Station der Schrank mit dem Schild «GSA 681 D» im Museum Enter ist. Antwort in einigen Tagen erwartet. Bis dahin bleibt die Bauart «Satzrechner» und die Funktion offen; die Kandidaten sind die Zeilenausschliessstation und der Monapter.
⚑ AUSGEWERTET am 23.09.2026, und es schärft den Vergleich mit der Tafel im Museum Enter. Balzer gibt für die Zeilensatz-Ausschliessstation genau NEUN Ausschliessverfahren auf den Wählschaltern 36 bis 44 an und SECHS Sicherungen unter dem Hauptschalter (zweimal 220 V/4 A, einmal 24 V/4 A, einmal 28 V/4 A, zweimal 12 V/10 A). Die Tafel im Enter zeigt unter der Legende «PRIORITÄT» ACHT Räder, P1 bis P8, und drei Sicherungen — abgelesen: 220 V ~4 A und zweimal 12 V 10 A. Die Werte stimmen, die Anzahl nicht.
Damit ist eine Erwartung von mir widerlegt, die im Datensatz stand: ich hatte notiert, das Wort «PRIORITÄT» würde die Zeilenausschliessstation eindeutig machen. Das tut es nicht. Balzer schreibt dem Monapter dieselben Möglichkeiten sinngemäss zu, und die Zahl der Räder weicht ab. Was die Tafel im Enter dagegen trägt und was zur Zeilenausschliessstation nicht passt, ist die Legende «MK III» über einer Radgruppe — die Monophoto-Belichtungsmaschine Mark III, die am Ende der Kette Monapter/Monotron steht, nicht am Ende der Zeilenkette. Dazu sitzt die Tafel im selben blauen Rahmen unmittelbar über einem Schrank mit dem Schriftzug «monotron» (Aufnahme IMG_2399 vom 22.09.2026).
Das ist ein Indizienschluss aus Beschriftung und Aufstellung, kein Schild, das «Monapter» sagt. Er weist in dieselbe Richtung wie die frühere Vermutung. Die Anfrage bei Percys Kollegen bleibt die unabhängige Probe.
⚑⚑ VÖHRINGER AUSGEWERTET am 23.09.2026 — UND SIE NIMMT EIN ARGUMENT VON GESTERN ZURÜCK. Am 22.09.2026 stand hier, die Tafel im Museum Enter trage ACHT Prioritätsräder, Balzer beschreibe aber NEUN Verfahren, und das spreche gegen eine Zeilenausschliessstation. Vöhringers Abbildung 4 ist ein Foto der Frontplatte EBEN DIESER Station, und dort stehen ebenfalls acht Räder, P1 bis P8, daneben zwei einzelne «7,8» und «1…8» — genau die Anordnung, die auch die Tafel im Enter zeigt. Die neunte Möglichkeit, das Zentrieren, sitzt nicht in dieser Reihe. Das Zählargument ist damit erledigt; es war falsch.
WAS AN UNTERSCHIEDEN BLEIBT, nachgezählt am Foto und an der Aufnahme IMG_2400: Vöhringers Zeilenausschliessstation hat SECHS Sicherungen in der linken Spalte und ZWEI sechsstellige Zählwerke, die Tafel im Enter DREI Sicherungen und EIN Zählwerk. Und die Legendenzeile unter der oberen Radgruppe ist eine andere: bei Vöhringer steht dort unter anderem «PAG», im Enter «MK III» und «RET=↑».
STAND DER FRAGE, ehrlich: die Tafel im Enter gehört der GSA-Rechenstationenfamilie an, ist aber mit der abgebildeten Zeilenausschliessstation von 1968 nicht identisch. Für die Monotype-Seite sprechen weiterhin die Legende «MK III» und der Schrank mit dem Schriftzug «monotron» unmittelbar darunter im selben Rahmen (IMG_2399). Beides sind Indizien, kein Schild. Die Anfrage bei Percys Kollegen bleibt die unabhängige Probe.
Was das Gerät tut, ist offen. Im selben Raum stehen eine Güttinger Korrekturstation, ein Monotron und ein Schrank voller Güttinger-Steckkarten; auf einem blauen Klappdeckel daneben sind zwei Schilder eingraviert, «MONOPHOTO 400 — Univers 689/693» und «UNIVERS NORM./KURS./HALBF.». Auf welchem dieser Schränke das Typenschild sitzt, lässt sich aus den vorliegenden Aufnahmen nicht entscheiden.
⚑ Eine Vermutung, ausdrücklich als solche: die deutschsprachige Wikipedia («Güttinger elektronische Rechengeräte», abgerufen 05.09.2026) unterscheidet eine erste GSA-Generation für Bleisatzmaschinen bis 1968 von der «Serie GSA-700» der 1970er-Jahre für den Fotosatz. Läge dieser Schnitt auch in der Nummerierung, gehörte eine 6xx-Nummer in die ältere Generation. Das ist aus der Nummernlage geschlossen, nicht belegt, und Wikipedia ist keine Hausquelle.
⚑ NACHGETRAGEN am 05.09.2026, nach einem Vergleich der Aufnahmen aus dem Museum Enter mit Abbildung 2 in Friedrich Balzers Sonderdruck «Die Zeilensatz-Ausschliessstation des GSA-Systems» (Deutscher Drucker 11/1968), die die Bedienungstafel jener Station zeigt.
ZUM SCHILD: es gehört zu dem Schrank mit der Bedienungstafel. Auf der Aufnahme IMG_8938 (15:25:54 Uhr) sitzt am blauen Rahmen unter der Tafel ein Güttinger-Typenschild; die Nahaufnahme IMG_8939, acht Sekunden später, zeigt ein Schild derselben Bauart auf derselben blauen Fläche, mit denselben runden Steckbuchsen darüber, und liest «Typ GSA 681 D · Nr. 2434». Damit ist die frühere Unklarheit, auf welchem Schrank das Schild sitzt, aufgelöst.
ZUR TAFEL: sie ist eine Rechenstationstafel des GSA-Systems. Sie teilt mit Balzers Abbildung den Schriftzug «GSA» an derselben Stelle, die Reihe von fünf roten Warntasten oben, die runden Sicherungen am linken Rand, vier Gruppen von Daumenrädern in Reihen und den Block aus grünen, roten und weissen Tasten rechts. Nachweisbar identisch ist die Symbolzeile «⊘A · 1 2 3» unter der rechten Radgruppe. Die Bauart dieses Datensatzes ist darum von leer auf «Satzrechner» gesetzt worden.
⚑ WELCHE Station es ist, bleibt offen. Die Tafel im Enter ist NICHT dieselbe wie bei Balzer: dort sechs Sicherungen und zwei sechsstellige Zeilenzähler, hier drei Sicherungen und ein einzelnes Zählwerk; dort fünf Räder in der rechten Gruppe mit knapper Legende, hier sieben mit «5 · 5+2 · 6 · 6+2 · 9 · 18 · N». Das spricht für dieselbe Bauart in einer späteren Ausbaustufe — wofür auch das «D» im Typ stünde —, beweist die Funktion aber nicht: die GSA-Stationen teilten sich Schrank und Tafel. Das Wort «PRIORITÄT», das die Zeilenausschliessstation eindeutig machen würde, ist auf der schrägen Aufnahme nicht lesbar; ich habe es nicht gelesen.
⚑ Der Raum spricht eher für den MONAPTER: nebenan stehen ein Monotron und ein blauer Klappdeckel mit den eingravierten Schildern «MONOPHOTO 400 — Univers 689/693» und «UNIVERS NORM./KURS./HALBF.». Monapter und Monotron bilden zusammen die Ausschliessstation für Einzelbuchstabensatz; eine Zeilenausschliessstation bräuchte eine Zeilengiessmaschine. Auch das bleibt Vermutung. Ein einziges Foto, das Typenschild und Bedienungstafel in einem Bild zeigt, samt lesbarer Legendenzeile, würde die Frage schliessen.
⚑ ANFRAGE LÄUFT: Percy Penzel fragt seit dem 05.09.2026 einen Kollegen, welche Station der Schrank mit dem Schild «GSA 681 D» im Museum Enter ist. Antwort in einigen Tagen erwartet. Bis dahin bleibt die Bauart «Satzrechner» und die Funktion offen; die Kandidaten sind die Zeilenausschliessstation und der Monapter.
⚑ AUSGEWERTET am 23.09.2026, und es schärft den Vergleich mit der Tafel im Museum Enter. Balzer gibt für die Zeilensatz-Ausschliessstation genau NEUN Ausschliessverfahren auf den Wählschaltern 36 bis 44 an und SECHS Sicherungen unter dem Hauptschalter (zweimal 220 V/4 A, einmal 24 V/4 A, einmal 28 V/4 A, zweimal 12 V/10 A). Die Tafel im Enter zeigt unter der Legende «PRIORITÄT» ACHT Räder, P1 bis P8, und drei Sicherungen — abgelesen: 220 V ~4 A und zweimal 12 V 10 A. Die Werte stimmen, die Anzahl nicht.
Damit ist eine Erwartung von mir widerlegt, die im Datensatz stand: ich hatte notiert, das Wort «PRIORITÄT» würde die Zeilenausschliessstation eindeutig machen. Das tut es nicht. Balzer schreibt dem Monapter dieselben Möglichkeiten sinngemäss zu, und die Zahl der Räder weicht ab. Was die Tafel im Enter dagegen trägt und was zur Zeilenausschliessstation nicht passt, ist die Legende «MK III» über einer Radgruppe — die Monophoto-Belichtungsmaschine Mark III, die am Ende der Kette Monapter/Monotron steht, nicht am Ende der Zeilenkette. Dazu sitzt die Tafel im selben blauen Rahmen unmittelbar über einem Schrank mit dem Schriftzug «monotron» (Aufnahme IMG_2399 vom 22.09.2026).
Das ist ein Indizienschluss aus Beschriftung und Aufstellung, kein Schild, das «Monapter» sagt. Er weist in dieselbe Richtung wie die frühere Vermutung. Die Anfrage bei Percys Kollegen bleibt die unabhängige Probe.
⚑⚑ VÖHRINGER AUSGEWERTET am 23.09.2026 — UND SIE NIMMT EIN ARGUMENT VON GESTERN ZURÜCK. Am 22.09.2026 stand hier, die Tafel im Museum Enter trage ACHT Prioritätsräder, Balzer beschreibe aber NEUN Verfahren, und das spreche gegen eine Zeilenausschliessstation. Vöhringers Abbildung 4 ist ein Foto der Frontplatte EBEN DIESER Station, und dort stehen ebenfalls acht Räder, P1 bis P8, daneben zwei einzelne «7,8» und «1…8» — genau die Anordnung, die auch die Tafel im Enter zeigt. Die neunte Möglichkeit, das Zentrieren, sitzt nicht in dieser Reihe. Das Zählargument ist damit erledigt; es war falsch.
WAS AN UNTERSCHIEDEN BLEIBT, nachgezählt am Foto und an der Aufnahme IMG_2400: Vöhringers Zeilenausschliessstation hat SECHS Sicherungen in der linken Spalte und ZWEI sechsstellige Zählwerke, die Tafel im Enter DREI Sicherungen und EIN Zählwerk. Und die Legendenzeile unter der oberen Radgruppe ist eine andere: bei Vöhringer steht dort unter anderem «PAG», im Enter «MK III» und «RET=↑».
STAND DER FRAGE, ehrlich: die Tafel im Enter gehört der GSA-Rechenstationenfamilie an, ist aber mit der abgebildeten Zeilenausschliessstation von 1968 nicht identisch. Für die Monotype-Seite sprechen weiterhin die Legende «MK III» und der Schrank mit dem Schriftzug «monotron» unmittelbar darunter im selben Rahmen (IMG_2399). Beides sind Indizien, kein Schild. Die Anfrage bei Percys Kollegen bleibt die unabhängige Probe.
Bekannte erhaltene Exemplare (1)
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Museum Enter
Derendingen, CH
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